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Ungarn
Hochtief: Vermietungserfolge PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Reinbold   
Dienstag, 29. Juni 2010

Die ungarische Tochtergesellschaft von HOCHTIEF Projektentwicklung hat im laufenden Jahr 2010 weitere fast 8 000 Quadratmeter im Bürohaus Capital Square vermietet. Damit sind gut 70 Prozent der 32 500 Quadratmeter Mietfläche umfassenden Immobilie belegt. Der Gebäudekomplex in Budapest wurde 2007 vor Baubeginn an den Immobilieninvestor CA Immo International veräußert und ist seit August 2009 fertiggestellt.

Das Büro- und Dienstleistungsgebäude an der Ecke Váci út und Dráva utca besteht aus sechs eigenständigen Gebäudeteilen, die über gemeinsame Treppenhauskerne erschlossen werden. Integriert sind 3 100 Quadratmeter Grünflächen in den Innenhöfen und auf den versetzten Dachterrassen. Das Capital Square wird überwiegend von Unternehmen aus Dienstleistungsbranchen genutzt. Im Erdgeschoss befinden sich zudem Bankfilialen und ein Restaurant.

Acht neue Mieter haben sich für Flächen im Capital Square entschieden. Drei Unternehmen sind bereits eingezogen: Die im Bereich Umweltschutz und Verkehr tätige Beraterfirma COWI Magyarország hat 825 Quadratmeter Mietfläche belegt. Im siebten Obergeschoss wurden 242 Quadratmeter für die Tochter des japanischen Druckgerätekonzerns OKI-Systems Magyarország ausgebaut. Eine Tochtergesellschaft der Citibank hat 372 Quadratmeter Bürofläche angemietet und erweitert damit ihre Geschäftsflächen im gegenüberliegenden Bürohaus. Zudem hat FirstClients, Anbieter von Bürodienstleistungen, seine Mietfläche im dritten Obergeschoss um 372 Quadratmeter vergrößert und nutzt nun 1 840 Quadratmeter im Capital Square.

Weitere fünf Mieter werden im Sommer 2010 ihre Büroflächen im Capital Square beziehen: MKB Versicherungen wird 952 Quadratmeter im ersten Obergeschoss nutzen, die ungarische Tochter des japanischen Gummikonzerns Bridgestone 467 Quadratmeter im siebten Obergeschoss. Epicor Software Hungary, eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Software-Entwicklers, wird 1 071 Quadratmeter belegen, die ungarische Filiale des Versicherungsunternehmens Chartis Europe 1 017 Quadratmeter. Kinetic Concepts, der amerikanische Hersteller medizinischer Apparate, richtet für seine Tochtergesellschaft KCI Hungary eine Dienstleistungszentrale auf 2 434 Quadratmeter ein.

„Die bauliche Qualität und die im Hause angebotenen Dienstleistungen, aber auch die Nähe zum Stadtzentrum und die gute Erreichbarkeit des Capital Square überzeugen", erklärt Ferenc Daróczi, Geschäftsführer von HOCHTIEF Development Hungary, das gleichbleibend hohe Mietinteresse. Laufende Verhandlungen mit weiteren namhaften Mietern zeigten, dass der ungarische Büromarkt vor positiven Änderungen stehe, die sich allerdings erst langsam vollzögen.

An den Transaktionen waren auf Vermieterseite die beiden gemeinsam beauftragten Agenturen Cushman & Wakefield und Jones Lang LaSalle beteiligt. COWI und Kinetic Concepts wurden durch Colliers International, Epicor Software und Chartis von Jones Lang LaSalle und Bridgestone von GVA Robertson vertreten.

 

 
Regierungswechsel in Ungarn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Reinbold   
Samstag, 29. Mai 2010

In Ungarn wurde heute der Regierungswechsel vollzogen. Die kommenden vier Jahre wird das Land von der konservativen Pertei Fidesz mit absoluter Mehrheit regiert. Zum neuen Ministerpräsidenten wurde Victor Orban gewählt - war war bereits vier Jahr bis 2002 Ministerpräsident. Damit verbunden ist durch das gute Wahlergebnis auch die Möglichkeit, ohne weitere Parteien im Parlament etwa die Verfassung zu ändern. Erste Amtshandlungen der neu gewählten Politiker waren unter anderem die Verkleinerung des Parlaments und ein Minderheitengesetz - was bereits den ersten Konflikt mit den Nachbarländern provoziert.

Die Sozialisten wurden von den Wählern deutlich "abgestraft", weil sie in den vergangenen acht Jahren ihrer Regierungszeit das Land nur wenig voran gebracht haben. Als Denkzettel der Wähler liegen sie jetzt nur noch bei knapp 20% und haben im künftigen Parlament keine Möglichkeit mehr, weiter Einfluß zu nehmen.

Ob die weit verbreitete Korruption mit dem Regierungswechsel beendet sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Ein erster Schritt, auch in Richtung weiterer Sparmaßnahmen für das hoch verschuldete Land, ist die Reduzierung der Ministerien. Weitergehende Projekte werden erst in den kommenden Wochen und Monaten ersichtlich sein. 

 
Deutsche Köche begeistern Ungarn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Reinbold   
Freitag, 28. Mai 2010

Schwere Kost in Ungarn: Die gastronomische Szene wird von einem deutschen Restaurant-Team angeführt. Bei der Neuauflage des gastronomischen Führers "Étterem kalauz 2010" führt das Chateau Visz (am Balaton gelegen) mit 16 Punkten vor dem Costes aus Budapest. Pikant dabei ist, daß in anderen Führern immer wieder bislang verhindert wurde, daß die gute Küche eine ausreichende Würdigung erfährt. Doch jetzt war die Meinung in der Szene doch zu überdeutlich als daß neuerlich hier eine "Verheimlichung" der deutschen Küche möglich gewesen wäre. Und in der Tat ist diese Entwicklung nicht verwunderlich, hatte man doch zum Start des Hotels und Restaurants den bekannten Sterne-Koch Erik Schröter engagiert. Wir haben bereits berichtet. Er hatte schon für Bundeskanzerlin Angela Merkel und zahlreiche andere Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gekocht und beste Erfahrungen für das Projekt in der Abgeschiedenheit des Balatons mitgebracht. So war es nur eine Frage der Zeit, bis internationale Fachkreise auf das Chateau Visz aufmerksam wurden. Aber immerhin hat man sich damit beholfen, daß das Costes jetzt auf Platz zwei mit 15,5 Punkten ist und so doch noch die ungarische Ehre gerettet ist.

Die weiteren Plätze belegen:

Csalogány26 Vendéglő, Onyx Étterem, Bábel Delicate Restaurant, Alabárdos Étterem, Enoteca Corso Étterem, Fausto's Étterem, Arany Kaviár, Aranyszarvas Bisztró, Bock Bistró, Fuji Japán Étterem.

Mittlerweile wird das Chateau Visz indessen von Stefan Gebhardt geleitet, der schon mit Erik Schröter gemeinsam im Chateau kochte und damit eine entsprechende Kontinuität möglich ist. Schröter leitet jetzt die Küche des Restaurants "Viva" in Oberwil, unweit von Basel in der Schweiz. 

Um all die kulinarischen Genüsse der ungarischen und internationalen Küche erleben zu können, wurde der gastronomische Führer (ISSN-Nr. 2061-8289) mit englischen Erläuterungen versehen.     

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 28. Mai 2010 )
 
Birk eröffnet Ausstellung in Ungarn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Reinbold   
Montag, 10. Mai 2010
Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dietrich Birk, hat heute die ungarische Stadt Pécs besucht. Dort informierte er sich in verschiedenen Gespräche mit Vertretern von Politik und Universität über Kooperationen zwischen Baden-Württemberg und Ungarn. Danach eröffnete er die Fotoausstellung „Ungarns Erbe in Flugbildern“.

Birk: „Ungarn ist einer der wichtigsten Partner in der Zusammenarbeit mit den Ländern Mittel- und Südosteuropas. Diese Kooperationen wollen wir durch neue gemeinsame Projekte intensivieren. Schon jetzt bestehen enge Verbindungen zwischen Pécs und seiner Partnerstadt Fellbach sowie mit Karlsruhe, denn Ungarn ist das Thema der dortigen Europäischen Kulturtage 2010.“

Nach den Worten des Staatssekretärs steht Pécs als diesjährige Kulturhauptstadt Europas im Fokus aller Kulturinteressierten in Europa. „Als Heimatland der Kulturhauptstadt wird Ungarn ganz allgemein die europäische Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das Land hat diese Aufmerksamkeit verdient, nicht nur wegen seiner wichtigen Rolle bei der Überwindung des eisernen Vorhangs, sondern auch wegen seines reichhaltigen Kulturlebens“, so Birk. Die Ausstellung präsentiere eindrucksvolle Bilder der Naturlandschaften und Städte Ungarns.

Die Ausstellung zeigt Fotografien des Schweizers Georg Gerster. Gerster, der bei der Eröffnung der Schau anwesend war, ist ein weltweit anerkannter künstlerischer Luftbildfotograf. Seit den sechziger Jahren dokumentierte er in über hundert Ländern aller Kontinente archäologische Stätten jeglicher Art unter anderem Stonehenge, die chinesische Mauer, die Tempel von Abu Simbel und monumentale Steinzeichnungen in der Wüste Kaliforniens.
 
Ungarn-Tourismus stagniert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Reinbold   
Montag, 8. Februar 2010

Der Tourismus in Ungarn kommt nicht mehr in Fahrt. Seit Jahren sinken die Zahlen für Übernachtungen nicht nur am Plattensee-Balaton und sogar jetzt auch noch in der Landeshauptstadt Budapest. Obwohl die touristischen Macher immer wieder neue Konzepte entwickeln, um das Land bekannt zu machen bleibt der Erfolg eher ernüchternd.

Es ist dabei nicht nur feststellbar, daß die ausländischen Gäste nicht mehr nach Ungarn kommen wollen, sondern die Ungarn selbst lieber in den Nachbarländern ihren Urlaub verbringen und das mit steigender Tendenz.

Für 2010 erhofft man sich nun durch die europäische Kulturhauptstadt Pecs neue Gäste, doch damit allein lassen sich die Betten in Ungarn noch nicht füllen. Bis heute fehlt es an werblichem Engagement im Ausland, um das einst so beliebte Reiseland wieder touristisch voran zu bringen. Und angesichts leerer Staatskassen kann schon jetzt bezweifelt werden, daß nach den Parlamentswahlen im April plötzlich der Tourismus als wichtiger Arbeitsbereich einer möglichen neuen Regierung gesehen wird.  

 
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